Damit wir über dasselbe sprechen, machen wir Sie mit unserer Nomenklatur bekannt:

Wir werden des öfteren nach einer Art Control-Panel und DNS Zugang gefragt. Das gibt es bei uns nicht, wir bieten schon seit Jahren kein Massenhosting mehr an. Als wir es abschafften, sagte ein Techniker »Das war ja wie in einem Matratzenlager. Dreht sich einer um, müssen sich alle umdrehen!« Dem technisch weniger Interessierten erschließt sich der Unterschied nicht selbstverständlich, aber die Änderung wurde durchwegs positiv aufgenommen. Die Kunden schätzen es, wenn der Provider selbst seine Server betreibt, statt einen virtuellen Selbstbedienungsladen zur Verfügung zu stellen. Offenbar empfindet man als angenehm, in einer Zeit der Globalisierung und Automatisierung mit Menschen zusammenzuarbeiten, anstatt die Arbeit des Dienstleisters selbst zu machen, während sich dieser ausschließlich mit seiner eigenen Verwaltung und dem Marketing beschäftigt.

 

Massenhosting und individuelles Hosting

Wirtschaftlich rechnet sich Massenhosting für den Anbieter besser als individuelle Betreuung, deshalb sind die Preise günstiger. Die Kostenwahrheit ist allerdings geringer, denn in Wirklichkeit bezahlen Sie einen Durchschnittspreis, der so angesetzt wird, dass der Provider gerade noch Gewinn macht oder am Verdrängungswettbewerb der Branche teilnehmen kann. Das entspricht der heute üblichen Tendenz, sich nicht für Leistung bezahlen zu lassen, sondern so viel zu nehmen, wie man bekommen kann bzw. so viel, dass die Konkurrenz preislich schlechter aussieht. Um diese Denkweise zu verschleiern, nennt man die Konkurrenz kurzerhand Mitbewerb, womit aggressives Marketing und Formen der Kartellbildung als natürlicher Wettbewerb maskiert werden.

Wir mögen dieses System nicht und betreuen jeden einzelnen unserer Kunden. Daher finden Sie bei uns keinen Selbsbedienungsladen, sondern eine Serverumgebung, die für Sie gestaltet werden kann. Alle Installations- und Konfigurations-Arbeiten führt unsere Administration durch. Anruf oder Email genügt. Neue Projekte mit besonderen Anforderungen werden im Vorfeld besprochen, damit die Entwickler bei Arbeitsbeginn eine geeignete Umgebung vorfinden.

 

Kann ich bei Ostry machen was ich will?

Nicht unter allen Umständen. Bei virtuellen Servern muss man sich auch bei uns an Vorgaben halten, weil es technisch nicht anders möglich ist. Sobald Sie aber Ansprüche haben, die außerhalb der Norm liegen, beginnen bei vielen anderen Providern die Schwierigkeiten. Dann können Sie nur akzeptieren was geht, eine manchmal frech überteuerte Hostingversion wählen, oder einen anderen Provider suchen. Wir bieten Ihnen ein flexibleres System durch gleitende Übergänge von virtuellen Servern, Jails, Serverhosting bis zum Serverhousing. Den Betreiber einer durchschnittlichen kommerziellen Website interessiert das alles nicht besonders, der ist mit dem heute schon ausgereiften Standard-Angebot zufrieden. Das bekommen Sie auch bei uns und mit dem Vorteil, dass wir viele Arbeiten für Sie erledigen. Aber bei uns geht mehr. Ab einem gewissen Level, der sich immer noch durch eine moderate Preisgestaltung auszeichnet, können Sie bei uns tatsächlich tun was Sie wollen.

 

Was im Web steht, ist nicht immer eine Website.

Wir haben Kunden, die interne Prozesse über unsere Server laufen lassen. Manche verwenden auch für Websites eine unternehmenseigene Serverstruktur, lagern aber trotzdem gewisse Prozesse zu uns aus. Der Grund dafür ist ganz einfach: Diese Kunden haben kein Interesse daran, bei sich eine DMZ einzurichten, die sie ohnehin schwer absichern können, und außerdem Ihre interne IT-Abteilung zu Webspezialisten auszubilden. Darum werden für internet-basierte Prozesse vertrauenswürdige Partner herangezogen, wodurch die Infrastruktur des Unternehmens abgesichert und standardisiert bleibt und die heikleren Arbeiten im Internet in den Händen von Spezialisten liegen. Ein solcher Partner sind wir.

Man kann das als eine Art »Application Hosting« bezeichnen. Es bedeutet, dass nicht Websites, sondern Applikationen bei uns laufen. In unserem Fall sind es meist web-bezogene Applikationen, aber auch Programme für die Auswertung von Daten oder interaktive Applikationen für besondere Zwecke. Wenn sich zum Beispiel jemand als Mitarbeiter bei einem österreichischen Unternehmen bewirbt, vielleicht mittels eines Online-Tests, oder bei einer Behörde ein Formular anfordert, kann es durchaus sein, dass das über unsere Server läuft. Es versteht sich von selbst, dass viele solcher Applikationen speziell abgesichert werden müssen. Das ist auch ein Grund, warum Unternehmen und Behörden unsere Services in Anspruch nehmen. Wir sind flexibler als Standard-Anbieter, die sich auf die Masse konzentrieren und individuelle Ansprüche nur ungern befriedigen.

 

Preise

Wir haben einige Standardpreise für Standard-Websites und es gibt standardisierte Stundensätze. Auf die Frage »Was kostet eine Website?« haben wir eine Standard-Antwort: »Eine Website kostet so viel wie ein Auto.« Wollen Sie einen gebrauchten Kleinwagen zum Basteln, oder einen gepanzerten Rolls-Royce samt Minibar? Sie wissen, was Sie brauchen. Wenn Sie uns das sagen, machen wir Ihnen ein entsprechendes Angebot, sowohl technisch als auch kostenmäßig.

Ein paar Richtpreise:

Virtueller Server mit Website ohne CMS: € 15,– pro Monat.
Virtueller Server mit Website und CMS: € 20,– pro Monat.
Virtueller Server mit Website, CMS und Sonderfunktionen: € 30,– pro Monat.
Abgesichertes Jail (VM): € 60,– bis € 120,– pro Monat.
Server Hosting: ab € 250,– pro Monat.
Server Housing: ab € 150,– pro Monat.
Wir legen auch Pauschalangebote und haben verschiedene Stundensätze, je nach Art der Leistung. Von Dateneingabe über Programmierung, Entwicklung und Konzeption: 40,– bis 350,– Euro. Consulting wird meist zu Tagessätzen verrechnet.

Eine nette kleine Preisliste. Allerdings ist sie nicht relevant, da höchstens für die Hälfte unserer Kunden anwendbar. Wir liefern auch einzelne Formulare in fremde Webseiten und verarbeiten die Resultate. Was soll so etwas kosten? Wir haben Server-Cluster mit mehreren Maschinen, mit Zusatzrechnern und individuellem Backup. Was soll so etwas kosten? Was kostet ein Wartungsvertrag und was umfasst er? Wenn wir alles auflisten, schreiben wir fünf Seiten und genau Ihre Anwendung ist womöglich nicht dabei. Aber wir können sprechen, telefonieren, Emails schreiben und nachdenken. Wenn Sie Ihre Anforderung definieren, kommen wir schnell zusammen. Können Sie sie nicht definieren, dann erzählen Sie uns einfach was Sie sich vorstellen und wir bringen Klarheit in die Sache.

 

Backup

Backup ist ein großes und komplexes Thema, wir werden Ihnen hier weder das Blaue vom Himmel versprechen, noch Sie mit technischen Details langweilen. Wir können Ihnen einen Überblick über diese Leistung geben. Bei einigen der größten Provider haben Sie wohl eine gewisse Ausfallsicherheit, aber keinerlei Backup im eigentlichen Sinn. Wir ziehen jede Nacht Backups aller unserer Server, die Speicherkapazität auf Festplatten ist etwa viermal so hoch wie die der Server. Pro Nacht verursachen wir doppelt so viel Datenverkehr wie alle unsere Server in 24 Stunden, während nicht einmal Web-Besucher in anderen Zeitzonen einen Rückgang der Performance laufender Websites bemerken.

Seit es Technik gibt, ist es nicht die Frage ob sie ausfällt, sondern wann sie ausfällt. Auch Backup-Systeme können Fehler machen. Darüber spricht man zwar nicht gerne, aber es sind schon Backup-Platten just in dem Moment ausgefallen, als dem Programmierer der einzige große Fehler während der gesamten Entwicklung passierte. Dr. Murphy machts möglich.

Ein großer deutscher Provider musste vor einigen Jahren seine Tätigkeit einstellen, nachdem sich ein Datenspeicher-System, das als 100%ig sicher angesehen wurde, unrettbar selbst zerstörte. Ein Wiener Großunternehmen hat durch einen Brand den kompletten Datenbestand verloren. Ein Administrator eines österreichischen Providers hat einmal irrtümlich mehr als 700 virtuelle Server auf einmal gelöscht, mittels eines sehr kurzen, aber auch sehr falschen Befehles. Danach kam eine interessante Tatsache ans Licht: Die meisten Kunden hatten selbst Backups ihrer Webseiten. Das war Glück im Unglück, Backups auch selbst zu verwalten ist generell eine gute Idee.

Wir können Ihnen ein ausfallsicheres RAID-System anbieten, auch mehrere gespiegelte Systeme über Kontinente verteilen. Es ist schon lange möglich, dass zum Beispiel eine Bank nach einem Totalausfall innerhalb von 10 Minuten bei minimalem Datenverlust über das Ersatzsystem in einer anderen Stadt fährt. Alles eine Frage des Aufwandes. Aber bleiben wir auf dem Boden. So etwas können und wollen sich nur sehr wenige Unternehmen leisten.

Sehen wir es pragmatisch:

Diese Kriterien entscheiden über das Backup-System. Wir bieten Ihnen als Standard die »gute Mitte«, das nächtliche Backup mit einer wöchentlichen Rotation. Je nach vorhandener Kapazität haben wir von jedem Server die Konfigurations- und Kundendaten von bis zu drei Wochen lagernd und je nach Server und Applikationen ist die Wiederherstellung einfach bis kompliziert. Es ist auch für Laien verständlich, dass die Wiederherstellung einer einzigen Datei weniger Aufwand verursacht, als die Reparatur eines Server-Clusters, das international vernetzt ist.

Zwischen Datensicherheit und Backup besteht ein Unterschied. Gespiegelte Systeme dienen der Datensicherheit und sind annähernd ausfallsicher. Aber sie sind dafür gemacht, aktuelle Daten zu speichern, nicht die Daten von gestern. Wollen Sie datenmäßig in die Vergangenheit reisen, brauchen Sie ein reguläres Backup.

Neben dem nächtlichen Backup bieten wir auch Sonderarbeiten an. Das können spezielle Skripts sein, die gewisse Daten in vorgegebenen Abständen sichern, oder eine regelmäßige Archivierung auf DVDs, wie sie manche Firmen aus rechtlichen Gründen brauchen, um die Art der öffentlich zugänglichen Information noch nach Jahren nachweisen zu können. Auch zusätzliche Backups auf separate Festplatten mit FTP Zugang oder Backups auf interne Rechner von Kunden werden öfter verlangt. Das ist alles möglich, weil wir auch beim Hosting aktiv mit unseren Kunden zusammenarbeiten.